FAQs

FAQ

Die Wärmeleitfähigkeit der Luft ist eine bedeutende Komponente in üblichen, luftgefüllten Dämmstoffen. Wird die Luft entfernt, so wird die Wärmeübertragung durch Luftmoleküle ausgeschaltet. Übrig bleibt zum Einen nur noch die Übertragung der Wärme durch Wärmestrahlung, die durch den Zusatz von speziellen Trübungsmitteln auf einen niedrigen Wert gebracht wird und zum Anderen die geringe Wärmeleitfähigkeit des hochporösen Kernmaterials.

Das Kernmaterial muss offenporig, also evakuierbar, sein und es muss den äußeren Belastungsdruck durch die Atmosphäre von entsprechend 10 Tonnen pro Quadratmetern aufnehmen können. Es sollte trotz dieser Belastung eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Geeignete Materialien sind feinkörnige Pulverplatten, speziell behandelte Glasfaservliese oder offenporige Kunststoffschäume.

Kieselsäurepulver haben die gleiche chemische Struktur wie Sand. Durch einen speziellen Herstellungsprozess können jedoch extrem feinkörnige (einige Millionstel Millimeter kleine) Pulverteilchen mit einer amorphen (glasartigen) Struktur erzeugt werden. Zu Platten verpresste Kieselsäuren weisen daher Hohlräume in ihrer hochporösen Struktur auf, die um den Faktor 20 bis 100 kleiner sind als bei allen anderen Materialien, wie Perlitpulver, Glasfasern oder organischen Schäumen.

Die Anforderungen an das Vakuum sind daher ebenfalls um den Faktor 20 bis 100 geringer. Man kann mit mikroporösen Kieselsäurepulvern zum Teil schon mit einem Grobvakuum von 10 bis 100 mbar eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit erreichen. Daher können auch spezielle metallisierte Hochbarrierefolien, die fast frei von Wärmebrücken sind, als Umhüllungen der mikroporösen Dämmkerne zur Anwendung kommen und bei typischen Durchlassraten von 1-2 mbar pro Jahr den Druck auf lange Zeit auf Werten unter 100 mbar halten (der Anfangsdruck nach der Herstellung liegt gewöhnlich im Bereich von 1 mbar).

Die Vakuumdämmplatten sind von einer dünnen, luftundurchlässigen Folie umhüllt, die nicht beschädigt werden darf. Falls die Vakuumdämmplatten aufgrund einer Verletzung der Folie belüftet werden, steigt die Wärmeleitfähigkeit auf einen Wert von 0,020 W/mK. Vakuumdämmplatten können daher nicht mehr vor Ort auf die gewünschte Größe zurecht geschnitten werden, sie dürfen auch nicht z. B. von einem Haltedübel oder ähnlichem durchstoßen werden. Ansonsten können Vakuumdämmplatten verklebt, von durch die Fugen gehenden Dübeln gehalten oder in verschiedene Konstruktionen mit geeigneten Abdeckungen integriert werden.

Gewöhnliche Vakuumdämmplatten können in Maßen zu zylindrischen Formen gebogen werden. Je dünner die Vakuumdämmplatte, desto kleinere Krümmungsradien sind möglich. Diese Art der Vakuumdämmplatten können jedoch nicht auf einfache Weise zu dreidimensional gekrümmte Flächen, wie z. B. Kugelabschnitten oder noch komplexeren Gebilden, geformt werden. Jedoch ermöglichen neuste Technologien die Produktion komplexerer Formen, sogar Paneele mit Löchern. Bitte kontaktieren Sie uns für Details bei speziellen Anforderungen Ihrerseits. 

Für eine rationelle, preisgünstige Produktion sind Vakuumdämmplatten in Standardabmessungen (1000 mm x 600 mm) vorzuziehen. Vakuumdämmpaneele können von va-Q-tec jedoch auch entsprechend dem Kundenwunsch in diversen Abmessungen hergestellt werden. Bei größeren Maßen, die einen halben Quadratmeter übersteigen, können einzelne kleinere Paneele zu einer großen Platte zusammengesetzt werden. Standard-Stärken sind 10 mm, 20 mm und 30 mm. Stärkere Platten können aus diesen Maßen durch Zusammenlegen von Einzelplatten hergestellt werden.

Der Dämmkern hat eine Temperaturbeständigkeit von über 900°C, ohne dass er dabei beschädigt wird. Temperaturempfindlich ist jedoch die Folienumhüllung, die zwar auch längere Zeit Temperaturen bis 80 °C verträgt, jedoch bei dauerhaft anliegenden Temperaturen oberhalb von ca. 40 °C bis 50 °C wesentlich mehr Luftgase und Wasserdampf durchlässt als bei Raumtemperatur. Dadurch wird die Anwendungsdauer begrenzt.

Kurzzeitige Einwirkungen hoher Luftfeuchtigkeit sind bei den von va-Q-tec verwendeten Folien unproblematisch. Langanhaltende Feuchtigkeit kann die Folie der Vakuum-Paneele jedoch so weit belasten, dass die Folienhülle undicht wird – insbesondere in Verbindung mit erhöhten Temperaturen. Bei der Planung und Konstruktion des Dämmaufbaus sollte daher auf eine weitgehend trockene Umgebung der Vakuumdämmplatte geachtet werden.

Die Folienumhüllung der va-Q-vip Dämmplatten wird in einem speziellen Verfahren in einem Stück um die Dämmkerne gelegt, so dass ähnlich wie bei der Kaffeeverpackung die Schweißnaht über der Fläche verläuft. Zwei Seitenkanten sind faltenfrei, an den anderen beiden Seitenkanten kann die Folie ohne übermäßige Zugspannungen verschweißt und gefaltet werden. Diese Vorgehensweise sichert einen rechtwinkligen Kantenabschluss und ein Aneinanderlegen von Vakuumdämmplatten praktisch ohne Fugen und verbessert zudem die Dauerbeständigkeit der Paneele.

Weiterhin wird jedes Vakuumpaneel nach der Produktion mit Hilfe des patentierten Messsystems “va-Q-check” daraufhin geprüft, ob der Gasdruck ausreichend niedrig ist. Diese Prüfung kann im Prinzip auch der Anwender vor Ort wiederholen, solange die Prüffläche auf der Oberseite des Vakuumpaneels zugänglich ist. Damit hat va-Q-tec ein bisher einmaliges Qualitätssicherungsverfahren im Bereich der Vakuumpaneelherstellung zur Verfügung. Prüfmöglichkeiten, die im Rahmen der eigenen Forschung und Entwicklung aufgebaut wurden, ermöglichen die besten zur Verfügung stehenden Barrierefolien auszuwählen und ihre Qualität ständig zu überwachen.

Das Material der Kernplatte, die mikroporöse Kieselsäure, ist ein wertvoller Rohstoff, der nach Wiederaufbereitung erneut verarbeitet werden kann, z. B. zu einer neuen Vakuumdämmplatte. Grundsätzlich ist nach derzeitigen Erfahrungen mit Kieselsäure keine nachteilige Einwirkung auf die Umwelt zu erwarten. Die Pulverplatte kann bei Bedarf in einer geeigneten Deponie abgelagert werden. Die hochwertige Umhüllung kann, wie jede andere Verpackungsfolie, entsorgt werden.

TempChain ist die Abkürzung für Lieferkette mit regulierter Temperatur. va-Q-tec verwendet diesen Begriff, da temperaturempfindliche Produkte manchmal Temperaturbereiche benötigen, die nicht nur als kalt klassifiziert werden können. 

GDP steht für gute Vertriebspraxis (Good Distribution Practice) und bezieht sich auf ein Qualitätsgarantiesystem, das entworfen wurde, um die Qualitätsstandards für den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten zu gewährleisten.