Artikel über va-Q-tec im IHK-Magazin
Donnerstag, 17. Juli 2014

Artikel über va-Q-tec im IHK-Magazin

Unsichtbare Unersetzlichkeiten aus Kölleda
Vakuumpaneele aus dem Freistaat weltweit im Einsatz

„Die Personen zu Hause sehen nur die Auswirkungen unserer Produkte, das Fertigungsstück an sich ist eher unscheinbar. Die mehreren 100 000 Vakuumpaneele, die pro Jahr hergestellt werden, sind zum Beispiel in Kühlschränken der Energieeffizienzklassen A+ bis A+++ verbaut", so der Werksleiter und Verantwortliche für den Bereich Produktion Michael Gogrefe im persönlichen Gespräch. Der gebürtige Thüringer leitet nun seit drei Monaten die Geschicke bei va-Q-tec in Kölleda.

Die Produktpalette des Unternehmens ist jedoch weitaus größer, wie der Vorstandsvorsitzende der gesamten Gruppe und va-Q-tec-Gründer Dr. Joachim Kuhn erläutert: „Neben diesen sogenannten VIPS (vacuum insulation panels) stellen wir auch Warmspeicherelemente, Bestandteile für Fußbodenisolationen und Hausdämmungen sowie Verpackungslösungen für die Pharmaindustrie her." Diese Transportboxen seien unersetzlich, um Medikamente über mehrere Tage bei gleichbleibender Temperatur verschicken und den Patienten zustellen zu können.

Rückblick: Das im Jahr 2001 in Würzburg gegründete Unternehmen entwickelte sich rasant, sodass frühzeitig in Technik investiert und die Produktion ausgebaut wurde. Im Zuge des Wirtschaftswachstums entstand bereits sieben Jahre später das Werk in Kölleda. „Dies ist unser Hauptproduktionsstandort und damit sehr wichtig und geografisch vorteilhaft gelegen", so Dr. Kuhn. Rund 90 Mitarbeiter arbeiten derzeit dort - Tendenz steigend, doch der Fachkräftemangel mache sich, so Dr. Kuhn, auch bei ihnen bemerkbar. „Es fällt zunehmend schwer geeignete Mitarbeiter zu finden. Was hilft ist ein langer Atem und die Hoffnung, dass durch den Ausbau der Verkehrsanbindungen neue Einzugsgebiete erschlossen und somit auch mehr Fachkräfte auf den Standort aufmerksam werden."

Mit den effizienten und qualitativ hochwertigen Dämmelementen ist va-Q-tec im Marktsegment technologieführend. Über die konkreten Kunden dürfe Dr. Kuhn keine Auskunft geben, jedoch wären in der Branche der Pharmaindustrie und Kühlschrankhersteller alle großen Firmen vertreten. „Insgesamt sind wir mit einem Exportanteil von bis zu 60 Prozent sehr gut am Markt platziert. Wir liefern vorwiegend ins europäische Ausland, aber auch nach Asien - hier besonders nach China und Japan - und in die Vereinigte Staaten. Zusätzlich unterhalten wir Standorte in Seoul und New York und können ein Büro in London vorweisen, dass unsere sogenannten va-Q-tainer vermietet." Die eigens hergestellten Großraumbehälter halten über einen Zeitraum von bis zu 96 Stunden unter extremen Bedingungen die Temperatur, eine Erfindung, die vor allem auf die Investitionen in die Bereiche Forschung und Entwicklung zurückgeht. Verwunderlich ist es demnach nicht, dass die va-Q-tec-Gruppe bereits zahlreiche Preise gewinnen konnte. „Einer macht uns aber besonders stolz: der Preis Technology Pioneer 2013 des World Economic Forums für die Energienutzung und -effizienz unserer Artikel". Da auch in Zukunft Haushalte Geld sparen wollen, wird nach wie vor an der thermische Effizienz von va-Q-tec-Produkte gefeilt. „Generell sind wir gut aufgestellt. Neue Unternehmensstandorte planen wir derzeit nicht, jedoch wollen wir den Fertigungsstandort in Kölleda verstärkt nutzen und ausbauen, dafür steht uns in Thüringen ein weiteres Baugrundstück mit 30.000 m² zur Verfügung", so der Blick in die Zukunft des Geschäftsführers.

Quelle

 luftbild koe

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