








Kieselsäurepulver haben die gleiche chemische Struktur wie Sand. Durch einen speziellen Herstellungsprozess können jedoch extrem feinkörnige (einige Millionstel Millimeter kleine) Pulverteilchen mit einer amorphen (glasartigen) Struktur erzeugt werden. Zu Platten verpresste Kieselsäuren weisen daher Hohlräume in ihrer hochporösen Struktur auf, die um den Faktor 20 bis 100 kleiner sind als bei allen anderen Materialien, wie Perlitpulver, Glasfasern oder organischen Schäumen.
Die Anforderungen an das Vakuum sind daher ebenfalls um den Faktor 20 bis 100 geringer. Man kann mit mikroporösen Kieselsäurepulvern zum Teil schon mit einem Grobvakuum von 10 bis 100 mbar eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit erreichen. Daher können auch spezielle metallisierte Hochbarrierefolien, die fast frei von Wärmebrücken sind, als Umhüllungen der mikroporösen Dämmkerne zur Anwendung kommen und bei typischen Durchlassraten von 1-2 mbar pro Jahr den Druck auf lange Zeit auf Werten unter 100 mbar halten (der Anfangsdruck nach der Herstellung liegt gewöhnlich im Bereich von 1 mbar).
