Untersuchungen von va-Q-tec an einer Reihe von evakuierten 20 mm starken mikroporösen Kieselsäureplatten, die mit einer hochwertigen, metallisierten Hochbarrierefolie ausgerüstet waren, zeigen, dass bei Raumtemperatur der Gasdruck pro Jahr um nicht viel mehr als 1 mbar ansteigt (siehe Abbildung). Extrapoliert man diesen Gasdruckanstieg auf die kommenden Jahre, so dürfte erst nach 50 Jahren ein Wert von 50 mbar erreicht werden. Dies entspricht einem Anstieg der Wärmeleitfähigkeit auf maximal 0,008 W/mK. Das heißt, die Lebensdauer von 20 mm dicken Vakuumdämmplatten kann mit 30-50 Jahren angesetzt werden.
Eine sehr gute Barriere gegen eindringende Gase stellt eine Aluminiumverbundfolie dar. Sie ist allerdings aufgrund ihrer Wärmeableitung am Rand nur bedingt und dann auch nur für größere Vakuumdämmplatten (ab etwa 1 m²) geeignet. Metallisierte, d. h. hauchdünn mit Aluminium bedampfte Hochbarrierefolien vermeiden diese Wärmebrücken. In Dämmkernen aus mikroporösem Kieselsäurepulver sind die geringsten Porengrößen anzutreffen. Sie sind kleiner als 0,5 µm. Dadurch ist auch bei höheren Gasdrücken die Wärmeleitung der Luft zum großen Teil unterdrückt. Sogar bei einem Gasdruck von 50 mbar ist die Wärmeleitfähigkeit einer Kieselsäureplatte mit 0,007 W/mK noch nicht einmal auf das Doppelte ihres Wertes bei vollständiger Evakuierung angestiegen (siehe oben).



